BETTINA MAUEL

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Pressemitteilung

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„Rheinische Landschaft“

Neue Kunst-Ausstellung bei der RWE Zentrale Power

 

Mit einer Vernissage am 11. Oktober eröffnet die RWE Zentrale Power die Ausstellung „Rheinische Landschaft“ der bekannten Künstlerin Bettina Mauel.

 

Menschen, Landschaft, Architektur

Mauels Kunstschaffen kann als eine Hommage an das Sehen beschrieben werden. Die Künstlerin widmet sich in den vielen Jahren ihres Kunstschaffens einem einzigen und dennoch unerschöpflichen Thema: der überwältigenden Phänomenalität unserer Welt. Dieses Erscheinen der Dinge ist das Selbstverständlichste, aber auch das Rätselhafteste auf dieser Welt. Die Dinge scheinen sich gleich zu bleiben und doch ist alles in permanentem Wandel. Das geheime Band, das alles auf dieser Welt miteinander verknüpft, ist die Verbindung von „Erscheinen“ und Wahrnehmung. Die Künstlerin Bettina Mauel hat hier ihr Gebiet des Forschens und Experimentierens gefunden. Es geht darum, die Sinnesorgane zu schärfen, um die sich ständig verändernde Welt immer differenzierter und genauer wahrzunehmen. Mauel vermeidet Wahrnehmungsgewohnheiten und schult sich, neu zu sehen. Welches Phänomen könnte in diesem Zusammenhang spannender sein als die „Landschaft am Rhein“.

Die Künstlerin blickt jetzt schon auf zahlreiche internationale Ausstellungen und verschiedenste Preise und Auszeichnungen zurück.

 

Malen als Sprache

Bettina Mauel, Jahrgang 1959, ist mit Kunst groß geworden. „Malen ist meine Sprache." Und diese Sprache nutzt sie auch in der aktuellen Ausstellung. Sie erzählt von verträumten Wolkenspielen und berichtet von der Schönheit der Architektur. Und immer wieder erzählt sie vom Leben am Rhein.

 

Die Ausstellung „Rheinische Landschaft“ ist in der RWE Zentrale im Stüttgenweg 2 50935 Köln  vom 14. Oktober bis zum 5. Januar 2013 Mo. bis Fr.8:00 und 16:00 Uhr geöffnet.

 

 

 

Tänzerinnen schweben ins Treppenhaus

Von Jürgen Kisters, Kölner Stadtanzeiger, 18.10.2010

 

Die Künstlerin Bettina Mauel zeigt im Oberlandesgericht Bilder voller Poesie. So lässt sie in ihrer aktuellen Ausstellung zum Beispiel Tänzerinnen über die Marmorbalustrade hinweg ins Treppenhaus schweben.

 

Innenstadt - Das Oberlandesgericht hat sich als Ausstellungsort fest in der Kölner Kunstlandschaft etabliert. Das ist gut, denn ein derart schönes und charakteristisches Gebäude ist für die Künstler stets eine besondere Herausforderung. Wenn es ihnen gelingt, ihre Werke genau an den richtigen Stellen im historischen Treppenhaus zu platzieren, reicht ihre Ausstellung weit über die Möglichkeiten der üblichen Galerieausstellungen hinaus. Schließlich schafft gerade das Zusammenspiel von historischer Architektur und moderner Kunst eine Spannung, die die Kunstbetrachtung bei weitem mehr beflügeln kann als Bilder in der üblichen Inszenierung im immer gleichen weißen Raum.

So lässt Bettina Mauel in ihrer aktuellen Ausstellung zum Beispiel Tänzerinnen über die Marmorbalustrade hinweg ins Treppenhaus schweben. Die großformatigen Bilder sind auf Stoffbahnen gemalt, und sie verbinden die Tradition des asiatischen Rollbildes mit der expressionistischen Skizze und dem Genre der Modezeichnung. Dass die Kunst der 1959 in Wuppertal geborenen Malerin zwischen diesen bildnerischen Ansätzen verwurzelt ist, zeigen eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Bilder und Zeichnungen. Sie handeln von Körpern und Landschaften, von Tanz und Naturpoesie, und sie sind als Rundgang auf zwei Etagen um das Treppenhaus des Oberlandesgerichts angeordnet.

Hier wächst eine tanzende Figur aus einem roten Farbwischer heraus. Ihr Körper erscheint als Erfahrungszone im Spannungsfeld von Ruhe und Dynamik. Dort bringt die Künstlerin mit vielen aufgeregten Farbtupfern im Motiv einer Waldstudie zum Ausdruck, dass unser Leben zwar geerdet ist, aber keinen einzigen Moment je stillsteht. Weitere Naturbilder zeigen das bewegte Szenario unserer äußeren Natur als eine Struktur, die sich in unserem Inneren fortsetzt. &dbquo;Nichts ist innen, nichts ist außen, denn was drinnen, das ist draußen“, sagte bereits Goethe. Wie Deutschlands bedeutendster Dichter ist Mauel gleichermaßen an Natur und menschlicher Lebenswelt und an der unauflösbaren Verflochtenheit von beidem interessiert. Auf der einen Seite besteht die Grundlage aller unserer Erfahrung darin, dass wir mit einem Körper in der Welt stehen. Auf der anderen Seite drängt es uns, unsere körperliche Existenz überschreiten zu wollen. Bettina Mauels Tanzbilder machen beides sichtbar. In der malerische Bewegtheit gesichtsloser Körper deutet sie im tänzerischen Schwung einen Moment der Ich-Auflösung an. Und in der Szene eines Tanzcafés zeigt sie wiederum, wie eng Einsamkeit und Gemeinsamkeit, die Realität schwerfälliger Körper und träumerische Leichtigkeit in der Erfahrung des Menschen beieinander liegen. Wenn Kunst, wie im Oberlandesgericht mitten im Alltag zu sehen ist, flackern solche Erkenntnisse sozusagen wie nebenbei auf.

 

Die Farben des blühenden Kirschbaums faszinieren die Malerin

Bettina Mauel, Schülerin von Gerhard Richter, stellt ihre Arbeiten im Katholisch-Sozialen Institut aus

 von Roswitha Oschmann, Generalanzeiger, Mittwoch, 23.Juni 2010

 

BAD HONNEF. Lichtschaukel. 300 Zentimeter breit, 180 Zentimeter hoch. Wer das großflächige Bild von Bettina Mauel im Katholisch- Sozialen Institut sieht, möchte eigentlich nur eins: mitschaukeln, mitschwingen im Farbenrausch. Es sind Landschaftsbilder in Öl, welche die in Köln lebende Künstlerin derzeit im KSI präsentiert. Der Kirschbaum in prächtiger Blüte. Rapsfelder in gleich sechs Varianten mit ihrem tiefen, leuchtendem Gelb. Oder das Hochmoor und der Weiher. Bettina Mauel zieht nicht mit der Staffelei ins Freie. Sie fertigt auch keine Skizzen, sondern fotografiert ihre Objekte und bringt sie im Atelier auf Leinwand. Das Vorbild der Malerin? &dbquo;Monet." Schon als junge Studentin hatte sie einem Professor geantwortet: &dbquo;Ich möchte so leben wie Monet." Fasziniert zeigt sich die einstige Schülerin von Professor Gerhard Richter an der Kunstakademie Düsseldorf und spätere Meisterschülerin von Professor Gotthard Graubner noch immer von Farben. &dbquo;Farben faszinieren mich, ich suche jeden Tag nach Farbe, die kann ganz unterschiedlich sein."

Bettina Mauel, Jahrgang 1959, ist mit Kunst groß geworden &dbquo;Meine Eltern haben auch gemalt. Wenn andere in die Kirche gingen, zogen wir zum Malen ins Museum oder raus." Demzufolge meinte die gebürtige Wuppertalerin: &dbquo;Malen ist meine Sprache." Trotzdem war die Künstlerin auch verbal sehr auskunftsfreudig, als sie mit Teilnehmern der Frühjahrsakademie der Katholischen Arbeitnehmer- Bewegung des Diözesanverbandes Köln und mit KSI-Chef Ralph Bergold und seinem Stellvertreter Hans Nitsche ihre Ausstellung eröffnete.

 

 

Color In Motion - der neue Film!

Ankündigung der Ausstellung "Tanz-Bann" im kulturkurier.de

Ausstellung vom 26.01. - 29.02.2008 im tanzhaus nrw

 

Voller Dynamik und Sinnlichkeit sind die Bilder von Bettina Mauel, deren künstlerischer Schwerpunkt in der Ölmalerei liegt. In ihrer aktuellen Ausstellung &dbquo;Tanz-Bann“ zeigt die freischaffende Künstlerin aus Köln eine spezielle Bilderreihe zum Thema Tanz.

1984 wurde sie von der Stadt Wuppertal gebeten, über das Tanztheater von Pina Bausch zu malen.

Dies beeinflusste Bettina Mauel maßgeblich bei der Themenauswahl ihrer Bilderwelt. Ihr geht es weniger um spektakuläre Posen, als vielmehr um das Dazwischen: Gefühle, Gedanken und Ängste.

Bettina Mauel studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und beendete ihr Studium Anfang der 1980er Jahre als Meisterschülerin von Prof. Gotthard Graubner. Sie arbeitet als Dozentin für Malerei und hat ihre Werke bereits in zahlreichen Ausstellungen in ganz Europa präsentiert.

 

Quelle im kulturkurier.de

Beunruhigende Leuchtkraft

 

VON ELKE LANDSCHOOF, Kölner Stadt Anzeiger, 31.07.07

 

Rösrath/Köln - Terpentingeruch liegt in der Luft. Dennoch wirkt der langgestreckte, helle Raum einladend wohnlich. Von der Eingangstür fällt der Blick durch eine Fensterfront auf eine verwunschen wirkende Terrasse, ein Bücherregal ragt bis unter die Decke und in einer Ecke steht ein einladendes Sofa. Wer sich dort niederlässt, wird unweigerlich von ausdrucksstarken, farbintensiven Bildern gefangen genommen. Sie hängen an den Wänden, stehen auf Staffeleien oder lehnen aneinander auf dem Boden. Spätestens jetzt fällt der Blick auf eine Schaukel, die mitten im Raum hängt.

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Schaukeln ist Nahrung fürs Gehirn“, sagt Bettina Mauel. Die Künstlerin schmunzelt ein wenig. Während sie an einem Bild arbeitet, setzt sie sich ab und zu auf die Schaukel und schwingt ein wenig hin und her. &dbquo;Ich brauche Abstand, um den Blick für das Wesentliche nicht zu verlieren.“ An der Stirnseite des Raums hängt ein großformatiges Gemälde. Aus der Distanz entwickelt es eine ungeheure Intensität. Pinselstriche, die aus der Nähe grob wirken, fügen sich zu einer Waldlandschaft mit einer intensiven Atmosphäre. &dbquo;Das Bild ist in drei Schichten entstanden, dadurch wirkt es so räumlich“, erläutert die 47-Jährige. Alle Gemälde der Künstlerin weisen diese beunruhigende Tiefe auf, und alle haben eine große Leuchtkraft. Die Werke von Bettina Mauel fordern Aufmerksamkeit.

 

Die Malerin ist mit Kunst aufgewachsen. &dbquo;Mein Vater war Dozent für Schrift und Typografie und meine Mutter gab Kunstunterricht“, erzählt Mauel. Malen und regelmäßige Museumsbesuche gehörten zu ihrem Alltag: &dbquo;Ästhetik war wie Essen und Trinken bei uns.“ Sie wollte in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und Lehrerin werden. &dbquo;Dann gehst du an die beste Schule“, empfahl ihr der Vater, und mit

Unterstützung ihrer Eltern stellte sie eine Mappe für die Kunstakademie in Düsseldorf zusammen. &dbquo;Und nach der Abiturfeier war der positive Bescheid da“, erinnert sich die Malerin. Sie studierte bei Bernd Koberling, Gerhard Richter und wurde Meisterschülerin bei Gotthard Graubner. &dbquo;Erst im Studium habe ich erfahren, dass man mit Kunst auch Geld verdienen kann“, sie beteuert, dass ihr das vorher nicht bewusst war.

 

Von Anfang an konnte sie von ihrer Profession leben: &dbquo;Ich habe zwei Kinder damit ernährt und dieses Haus gebaut“, sagt sie und ihre Hand zeigt durch den Raum. Am Anfang habe sie nur von ihren Bildern gelebt. &dbquo;Mit dem Kursangebot habe ich erst später angefangen und hatte so ein Standbein, als es mit der Wirtschaft bergab ging“, erinnert sie sich. &dbquo;In Phasen, wo es wirtschaftlich schlecht geht, fangen die Leute nicht nur an zu stricken, sondern auch zu malen.“ Mauel lacht. Momentan spürt sie wieder ein auflebendes Interesse an ihren Arbeiten. Die Themen ihrer Kunst variieren, haben aber immer etwas mit ihr selbst zu tun. &dbquo;Ich male das, was ich lebe und erlebe“, sagt sie. Landschaften gehören dazu, Blumen, Menschen und immer wieder Tanz.

 

&dbquo;Ich bin Wuppertalerin und mit Pina Bausch aufgewachsen“, erklärt sie. Zum zehnjährigen Bestehen des Tanztheaters wurde 1985 ein Wettbewerb ausgelobt. Ihre Eingaben wurden nicht ausgewählt. Jedoch gewann sie im selben Jahr mit dem Bilderzyklus das Max-Ernst-Stipendium. Seitdem ist Tanz immer wieder ein Thema ihrer Arbeiten. &dbquo;Diesen Ausdruck auf die Leinwand zu bringen, diese Motivation hat sich bis heute gehalten“ , sagt sie.

 

Über dem Sofa hängt ein Bild von einer Frau, die ihren langen Rock rafft. Es wirkt, als springe sie aus dem Bild heraus. Nicht immer fällt es der Künstlerin leicht, sich von einem Werk zu trennen. Sie zeigt auf das Gemälde über dem Sofa. &dbquo;Langsam kann ich mich auch von diesem Bild trennen. Ich habe mich an ihm satt gesehen.“ Eine gewisse Erleichterung schwingt in der Stimme mit.

 

Manchmal finden die Bilder aber auch zurück zur Künstlerin. &dbquo;Dieses hier hing zwei Jahre lang in einem Büro“, sagt sie und deutet auf eine Komposition in Gelb. Bettina Mauel verleiht ihre Werke auch. &dbquo;Meine Bilder hängen in Firmen, in Arztpraxen und im öffentlichen Raum.“ Teilweise bestehen solche Arrangements seit Jahren. &dbquo;Ein Firmenchef sagte mir, ich solle jetzt einmal die Bilder in den Räumen seiner Firma aufhängen, die ich für richtig halte“, erzählt Mauel. Wir wollen uns daran reiben, habe er gesagt. Die Einstellung begeistert sie. Allen Bildern der 47-Jährigen ist gemein, dass sie leicht wirken. &dbquo;Die Technik kommt aus der Aquarellmalerei. Ich habe sie von meiner Mutter gelernt. Die Farbe wird so dünn aufgetragen, dass der Untergrund durchschimmert, dadurch leuchten die Bilder“, erläutert die Malerin. Doch die Ölfarben, mit denen sie arbeitet, haben einen Nachteil: &dbquo;Sie trocknen sehr langsam.“ Mauel tippt auf ein Bild mit zwei Tangotänzern. &dbquo;Besonders die Lilatöne brauchen viel Zeit, bis zu drei Monate“, sagt sie. Das große Waldbild muss auch noch trocknen. Eine Zeit lang hat die Künstlerin überlegt, ob sie noch eine Figur hineinmalen soll, es jedoch dann verworfen: &dbquo;Eine Figur bindet. Ohne ist das Bild viel freier, so kann jeder etwas mit dem Bild machen.“

 

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Ankündigung der Ausstellung "Tanz-Bann" im kulturkurier.de

Ausstellung vom 26.01. - 29.02.2008 im tanzhaus nrw

 

Voller Dynamik und Sinnlichkeit sind die Bilder von Bettina Mauel, deren künstlerischer Schwerpunkt in der Ölmalerei liegt. In ihrer aktuellen Ausstellung &dbquo;Tanz-Bann“ zeigt die freischaffende Künstlerin aus Köln eine spezielle Bilderreihe zum Thema Tanz.

1984 wurde sie von der Stadt Wuppertal gebeten, über das Tanztheater von Pina Bausch zu malen.

Dies beeinflusste Bettina Mauel maßgeblich bei der Themenauswahl ihrer Bilderwelt. Ihr geht es weniger um spektakuläre Posen, als vielmehr um das Dazwischen: Gefühle, Gedanken und Ängste.

Bettina Mauel studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und beendete ihr Studium Anfang der 1980er Jahre als Meisterschülerin von Prof. Gotthard Graubner. Sie arbeitet als Dozentin für Malerei und hat ihre Werke bereits in zahlreichen Ausstellungen in ganz Europa präsentiert.

 

Quelle im kulturkurier.de

Die Farben des blühenden Kirschbaums faszinieren die Malerin

Bettina Mauel, Schülerin von Gerhard Richter, stellt ihre Arbeiten im Katholisch-Sozialen Institut aus

von Roswitha Oschmann, Generalanzeiger, Mittwoch, 23.Juni 2010

 

BAD HONNEF. Lichtschaukel. 300 Zentimeter breit, 180 Zentimeter hoch. Wer das großflächige Bild von Bettina Mauel im Katholisch- Sozialen Institut sieht, möchte eigentlich nur eins: mitschaukeln, mitschwingen im Farbenrausch. Es sind Landschaftsbilder in Öl, welche die in Köln lebende Künstlerin derzeit im KSI präsentiert. Der Kirschbaum in prächtiger Blüte. Rapsfelder in gleich sechs Varianten mit ihrem tiefen, leuchtendem Gelb. Oder das Hochmoor und der Weiher. Bettina Mauel zieht nicht mit der Staffelei ins Freie. Sie fertigt auch keine Skizzen, sondern fotografiert ihre Objekte und bringt sie im Atelier auf Leinwand. Das Vorbild der Malerin? &dbquo;Monet." Schon als junge Studentin hatte sie einem Professor geantwortet: &dbquo;Ich möchte so leben wie Monet." Fasziniert zeigt sich die einstige Schülerin von Professor Gerhard Richter an der Kunstakademie Düsseldorf und spätere Meisterschülerin von Professor Gotthard Graubner noch immer von Farben. &dbquo;Farben faszinieren mich, ich suche jeden Tag nach Farbe, die kann ganz unterschiedlich sein."

Bettina Mauel, Jahrgang 1959, ist mit Kunst groß geworden &dbquo;Meine Eltern haben auch gemalt. Wenn andere in die Kirche gingen, zogen wir zum Malen ins Museum oder raus." Demzufolge meinte die gebürtige Wuppertalerin: &dbquo;Malen ist meine Sprache." Trotzdem war die Künstlerin auch verbal sehr auskunftsfreudig, als sie mit Teilnehmern der Frühjahrsakademie der Katholischen Arbeitnehmer- Bewegung des Diözesanverbandes Köln und mit KSI-Chef Ralph Bergold und seinem Stellvertreter Hans Nitsche ihre Ausstellung eröffnete.

Schrittmacher-Variationen

 

Bericht aus der Badischen Zeitung vom 19. Juni 2009

 

EBRINGEN. "Schrittmacher" heißt die Ausstellung, die der Künstler Hans Benesch in Haus und Garten seines Anwesens in der Ebringer Schönbergstraße zurzeit zeigt. Die "badisches kunstforum" benannte Galerie macht ihrem Namen alle Ehre: Nicht weniger als neun Künstler werden diesmal präsentiert, die das vorgegebene Thema in verblüffender Vielfalt visualisieren.

 

Der Freiburger Matthias Dämpfle setzte eine vorwiegend technisch orientierte Idee um, die aber auch nicht eines hintergründigen Witzes entbehrt. In seinem "Kreislauf mit externem Antrieb" hat er in einem sogenannten C-Print, also einer am Computer entstandenen Collage, Geräte und Organe zu einer Art Herzschrittmacher verbunden, der allerdings umgekehrt funktioniert: Das Herz ist der Schrittmacher, der das kunstvolle Gestänge in Gang hält.

 

Eher um den sozialen Aspekt, um Schritte in und für die Gemeinschaft in einer technologisierten Welt, geht es Stephan Groß aus Braunschweig in seinen detailreichen Fotocollagen – der Mensch gleichzeitig als Urheber und Opfer des "Fortschritts". Der Berliner Christian Hasucha läuft in seinem Endlos-Video "Herr Individual geht" stundenlang auf einer erhöhten Fläche mittels eines Laufbands irgendwo am Straßenrand, ohne recht von der Stelle zu kommen, zum Erstaunen der Passanten, aber auch des Betrachters des Videos, das eine bereits 1987 in Berlin und anderen Städten aufgeführte Performance festhält. Ingrid Jäger hingegen hat die Bewegung eingefroren in etwa 30 Zentimeter hohen, fast nur aus Beinen bestehenden Tonplastiken, die das Schreiten und den Entschluss dazu versinnbildlichen. Assoziationen an finstere Zeiten wecken die sieben kleinformatigen Schwarzweißfotos, die Rosemarie Kraus aus Pforzheim mitgebracht hat. Breeches und andere Uniformhosen über Langschäftern und Knobelbechern signalisieren: Hier kommt der Sieger, hier wird marschiert, und zwar im Gleichschritt. Die Beschränkung auf die menschliche Gestalt von der Taille abwärts betont das unmenschliche Geschehen des Krieges und erhöht die Wirkung. Ganz anders Bettina Mauel, Köln, mit ihren beiden Arbeiten: In Rot und einfach schön bewegt sich da eine feurige Tänzerin, mal ganz zu sehen, mal nur der üppig schwingende Rock mit einem zierlichen Fuß: Da hat das Tanztheater Pate gestanden. Sanfter Spott oder Hommage an eine Trendsportart?

 

Thomas Neumaiers Arbeit mit dem Titel "Nordic Painting" jedenfalls macht schmunzeln, denn an den Stöcken, die da an der Wand hängen, sind unten Pinsel zu entdecken, ein Verweis auf die Idee der Landschaftsmalerei und der Bewegung durch die Landschaft gleichermaßen. Des Videos als Vehikel zur Vermittlung von Kunst bedient sich auch Maria Vedder, Berlin, mit ihrer Installation "Schwelle", in der von unten durch eine Milchglasscheibe die Füße eilender Menschen zu sehen sind, scharf und genau nur im Augenblick des Auftretens.

 

Seit Gerhard Völkle den Rost entdeckt hat, kann er gar nicht mehr davon lassen, immer wieder fasziniert und selbst überrascht von der Veränderung, die mit der jeweiligen Arbeit vor sich geht, nachdem sie längst fertiggestellt ist. Denn die mit der Farbe vermischten Eisenpartikel oxidieren erst mit der Zeit; das Objekt entwickelt ein Eigenleben. Das erklärt wenigstens zum Teil die Wirkung, die auch von den jetzt in Ebringen zu sehenden Plastiken ausgeht: Läufer und Schreiter, Schrittmacher eben, ein Thema, das den Künstler schon lange vor der Anfrage durch das sechsköpfige Kuratorium des "badischen kunstforums" beschäftigt hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

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